Kaiserstadt Goslar
Am Nordrand des Harzes im Harzvorland liegt die 1000jährige Kaiserstadt Goslar. Die Stadt besteht heute noch in ihrem Stadtkern aus über 500 Fachwerkhäusern, von denen einige auch die großen Brände des 18.Jahrhunderts überlebt haben und einer kompett resaturierten Kaierpalz aus dem 11.Jahrhundert.

Die Geschichte Goslars ist, wie im Harz vielfach verbreitet, mit Sagen verbunden. Der Sage nach soll das Pferd von Ritter Ramm auf der Jagd eine Erzadler freigescharrt haben, womit der Bergbau am Rammelsberg seinen Anfang gefunden hat. Der Sage nach soll Goslar seinen Namen dann von seiner Frau Gose bekommen haben. Urkundlich belegt ist der Erzabbau am "Schicksalsberg" Rammelsberg, als unter Otto I. Bergbau am Rammelsberg betrieben wurde.
In den weiteren Jahren gab es immer mehr Ansiedlungen im Zusamenhang mit dem Bergbau. Die Aussichten auf gute Erträge veranlaßte wohl auch die Deutschen Kaiser die Pfalzbauten in Werla aufzugeben und bereits Ende des 10.Jahrhunderts die ersten Pfalzanlagen in Goslar zu bauen. Die prächtige Kaiserpfalz mit ihren beiden Reiterstatuen von Heinrich I und Friedrich Barbarossa erinnern an die Pracht der einstigen Kaiserzeit (Erbauung der Kaiserpfalz unter Heinrich II um 1050).
Im Inneren ist der größte Kaisersaal Deutschlands, der Ende des 19.Jahrhunderts vom Professor Vislicenus ausgemalt wurde. Hierbei stellt es den Untergang der Kaiserzeit im 13.Jahrhundert dar und schlägt die Brücke zu der Wilhelinischen Kaiserzeit im 19.Jahrhundert. Aus der Zeit stammen auch viele Kirchen und Kapellen, die heute teilweise erhalten oder als Ruienen erhalten geblieben sind.
Nach dem Niedergang der glanzvollen Kaiserzeit im 13.Jahrundert wurde Goslar, das während der Kaiserzeit erheblich gewachsen war, vor neue Probleme. Durch die Ansiedlung vielen Kaufleute und Gilden waren es die Bürger selbst, die Golsar eine neue Blütezeit bescherten. Durch die Erlangung des Status einer "reichsfreien Stadt" leitet ein Rat, also die Bürger selbst, die Geschicke der Stadt. Diese Blütezeit ist an den vielen Fachwerkhäusern der Altstadt Goslars zu sehen.
Durch den Wohlstand konnten prächtige Fachwerkhäuser entstehen, die teilweise von Gilden oder von privaten Kaufleuten erbaut wurden. Bei einem Gang durch die Altstadt sieht man auf dem mittelalterlichen Marktplatz auch ein Glockenspiel, das die Sage über die Entstehung von Goslar nachstellt. Die Altstadt als auch der Rammelsberg, in dem über 1000 Jahre Bergbau betreiben wurde und heute ein große Museum zu besuchen ist, stehen seit 1992 auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe.
Bei einem Aufenthalt in Bad Harzburg ist ein Besuch in der Kaiserstadt Goslar ein muß für jeden, der von sich sagen will, er habe den Harz gesehen. Eine problemlose Anbindung an Goslar durch die Bundesbahn und ein stündlich verkehrenden Busbetrieb, machen den Ausflug zu einem Kinderspiel.




